Informationen rund um die Maklerprovision

Die Maklerprovision bei einem Immobilienverkauf erhalten Immobilienmakler bei erfolgreicher Vermittlung. Sie wird auch Maklercourtage oder Maklergebühr genannt. Seit dem 23. Dezember 2020 gilt die neue Regelung zur Provisionsteilung zwischen Verkäufer und Käufer. Worauf es ankommt und welche Kostenfaktoren einspielen, zeigen wir hier im Beitrag auf.

Wir informieren Sie darüber:

  1. Was ist die Maklerprovision?
  2. Wer muss die Maklerprovision bezahlen?
  3. Reform der Maklerprovision
  4. Was ist in der Maklerprovision enthalten?
  5. Kann man die Maklerprovision steuerlich absetzen?

1. Was ist die Maklerprovision?

Die Maklerprovision ist die Courtage, die der Makler für seine Dienstleistung als Vermittler zwischen dem Verkäufer und dem Käufer einer Immobilie bekommt. Diese berechnet sich prozentual vom beurkundeten Immobilienwert.

2. Wer muss die Maklerprovision bezahlen?

Im Jahre 2020 wurde die Maklerprovision reformiert. Hier wurde der Beschluss gefasst, dass sich Verkäufer und Käufer einer Immobilie die Maklerprovision zu je einer Hälfte teilen müssen.

3. Reform der Maklerprovision

Wie oben beschrieben, wurde im Jahr 2020 eine Reform der Maklerprovision durchgesetzt, in der festgelegt wurde, dass Käufer und Verkäufer die Maklerprovision zu je einer Hälfte bezahlen müssen. Dieser Beschluss soll die Rolle des Maklers als fairen Vermittler stärken und zu einer Entlastung der Privatverkäufe dienen, was vor allem in Ballungsräumen, wie Berlin oder Frankfurt wichtig ist. Es wurde zudem gesetzlich festgelegt, wann der Makler eine Maklerprovision verlangen kann.

Laut §652 BGB müssen folgende Voraussetzungen gegeben sein:

  • Der Abschluss eines Maklervertrags
  • Der Erbringung der Maklertätigkeit
  • Der Abschluss eines Kauf- oder Mietvertrags
  • Die Ursache des Kauf – oder Mietvertrags war die Maklertätigkeit
  • Der Vertrag war im Nachhinein nicht unwirksam

4. Was ist in der Maklerprovision enthalten?

Der Makler wird für sein Know-How in der Immobilienbranche bezahlt und fungiert als Vermittler zwischen den beiden Seiten Verkäufer und Käufer. Er unterstützt dabei in allen Bereichen beim Immobilienverkauf- und Kauf. Am Anfang Immobilienverkaufs steht die Immobilienbewertung. Bis es zur Vermarktung geht, müssen noch einige Dokumente eingeholt werden, wie beispielsweise der Energieausweis und der Grundbuchauszug. Der Makler bereitet also alle notwendigen Dokumente vor. Als nächstes geht die Immobilie in die Vermarktung und wird meist auf allen möglichen Online Plattformen, sowie auch Printmedien ausgeschrieben. Die Durchführung von Besichtigungen, die Weitergabe von Informationen, die Kaufverhandlungen und die mit diesen Punkten einhergehende Suche nach einem passenden Käufer, übernimmt ebenfalls der Immobilienmakler. Ist dann ein passender Käufer gefunden, bereitet der Immobilienmakler den Kaufvertrag und den Notartermin vor. Nach dem Notartermin führt der Immobilienmakler dann schlussendlich noch die Schlüsselübergabe durch. Der Immobilienmakler begleitet den Verlaufsprozess einer Immobilie von Anfang bis Ende. Für diese Leistung erhält er die Maklerprovision.

5. Maklerprovision steuerlich absetzen

In einigen Fällen ist es möglich, sich die Kosten für den Maklerauftrag vom Fiskus zurückzuholen. Folgendes muss hierfür gegeben sein:

  • Die Maklerprovision als Werbungskosten geltend machen

Dies ist möglich, wenn man einen Immobilienmakler mit der Vermietung eines Objekts beauftragt. Die Maklerprovision kann bei der Einkommenssteuererklärung als Werbekosten angegeben werden.

  • Wenn man aus beruflichen Gründen eine Zweitwohnung mieten muss, bzw. aus beruflichen Gründen ein Umzug unumgänglich ist, kann die Maklerprovision von der Steuer abgesetzt werden.
  • Entsteht bei einem Immobilienverkauf ein steuerpflichtiger Veräußerungsgewinn, kann die Maklerprovision von der Steuer abgesetzt werden.
  • Kauft man eine Immobilie und nutzt diese nicht selbst, sondern vermietet diese, zählt die Maklerprovision als Teil der Gesamtanschaffungskosten, die zum Kaufpreis hinzugerechnet werden können.

Fazit

Die Maklerprovision enthält der Immobilienmakler für die erfolgreiche Vermittlung der Immobilie. Die Höhe der Maklerprovision kann dabei variieren und ist von diversen Faktoren abhängig, wie beispielsweise das Bundesland. Ein Unterschied bei der Maklerprovision besteht außerdem zwischen einer Immobilienvermietung und einem Immobilienverkauf. Durch das seit 2015 eingeführte Bestellerprinzip bei Vermietungen, müssen viele Mieter, die eine Wohnung beziehen keine zusätzlichen Gebühren bezahlen. Beim Immobilienverkauf sind Verkäufer und Käufer allerdings dazu verpflichtet die Maklerprovision zu gleichen Teilen mit jeweils zur Hälfte zu zahlen. Der Immobilienmakler steht Ihnen als professionelle Unterstützung beim Immobilienverkauf und beim Immobilienkauf zur Seite.

Bei dem Ratgeber handelt es sich um unverbindliche Information, die keine Rechtsberatung ersetzen. Wir übernehmen keine Gewähr für Richtigkeit oder Vollständigkeit der Angaben.

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